Enticing Surrender – Behind the scenes…

Der Dreh zu unserem neuen und ersten offiziellen Musikvideo hat begonnen. In den letzten Wochen haben wir viel überlegt, geplant, recherchiert, angefragt, über den Haufen geworfen, neu überlegt…

Jetzt drehen Thomas Brekle und ich in einer Moschee, einer katholischen Kirche, einem Zentrum für Zen-Buddhismus und einer Synagoge alle Szenen für das Video, welches zu Enticing Surrender entsteht. Das Symbol was sich hinter der Tatsache verbirgt, dass wir in allen Häusern eine Drehgenehmigung bekommen haben hat für mich eine eindeutige Aussage. Es macht mich glücklich zu sehen, dass in einer Zeit in der es an der Tagesordnung ist gegen Andere zu hetzen, so viele Menschen bereit sind, genau das Gegenteil zu tun und aufeinander zu zu gehen, auch wenn es nur im Kleinen geschieht.

Als wir anfingen, für das Video zu recherchieren ist erst nach und nach klar geworden worum es eigentlich geht: Enticing Surrender ist ein spezieller Song der ein Thema behandelt was irgendwie verstaubt wirkt und auch so klingt: Der inter-religiöse Dialog, unser neues Lieblingswort, ist wahrscheinlich so alt wie der Glaube selbst. Glaube ist ein sehr großes Wort, dass uns beflügeln kann, aber es kann uns auch enttäuschen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb viele jungen Leute, so wie ich auch, in unserer Gesellschaft keinen einheitlichen Glauben praktizieren: Sie picken sich einfach die Rosinen aus dem Teig, denn auf der Suche nach Antworten auf die grundsätzlichen Fragen des Lebens kann man an so vielen Orten Antworten finden.

Ob das nun gut ist oder nicht, sich so zu zerstreuen, darüber lässt sich streiten, aber es hat dazu geführt, dass ich mich zumindest mit verschiedenen Glaubensformen auseinandergesetzt habe und meine persönlichen Antworten bereit bin zu suchen, auch außerhalb der für mich vorgesehenen heiligen Schrift, frei von Dogmen und religiösen Engführungen. Eines hat sich dabei bestätigt: Der Kern aller Religionen und Philosophien, die ich betrachtet habe ist wunderbar.

Es hat mich darin bestätigt weiterzusuchen und es hat mich dazu gebracht, Enticing Surrender zu schreiben, wo ich mit Jesus, Gandhi und Mohammed unter dem Bodhi-Baum sitze… manche mögen sagen, diese Vorstellung sei naiv und weltfremd, aber ich finde in ihr meinen Glauben: Daran, dass es keine letztgültige, aber viele gültige Wahrheiten gibt, dass wir einander diese Wahrheiten lassen müssen und wir uns gegenseitig unterstützen sollten, statt uns zu entzweien.

 

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