Musikhochschule, ade!

[:de]Beinahe eine Woche ist mein Abschluss an der Musikhochschule München schon her – jetzt beginnt eine neue Zeit und ich wollte mich noch einmal bei allen bedanken, die bei meinem Abschluss da waren oder mich in der Vorbereitungszeit unterstützt haben! Meinen Lehrern, meiner Familie und Freunden, ohne euch hätte ich das nicht geschafft! Hier ist ein kleines Live-Video – der letzte Song aus meinem Programm. „Am Ende des Tages“ habe ich in meinem letzten Studienjahr geschrieben: Ein Song der davon erzählt, dass wir am Ende des Tages ja doch nichts mitnehmen von all den Dingen, denen wir im Leben so eifrig nachjagen – eine Aufforderung dazu, sich zu dem zu bekennen was man liebt, die Angst zu verlieren vor dem Ungewissen und stattdessen zu vertrauen, dass alles kommt, wie es kommen soll. Als hätte ich ihn über mich selbst geschrieben 😉

Am Ende des Tages – Live

Ein kleiner Ausschnitt aus meinem Masterkonzert letzt Woche – der letzte Song des Abends. Ich ertappe mich selbst viel zu oft dabei, wie ich mir Sorgen mache um Dinge, die in gar nicht allzu ferner Zukunft ohnehin belanglos sein werden. Ob arm oder reich, krank oder gesund, alt oder jung: Wir können unser Leben annehmen wie es ist oder unser Bestes geben, wenn wir etwas verändern wollen, um am Ende glücklich zu sein mit dem was wir haben und so wie wir sind.

Am Ende des Tages

Es gibt Tage, da wünsch ich mir Millionen auf mein Konto,
Weil alles dann vielleicht viel leichter wär,
Es gibt Nächte, da jagen mich die Sorgen um das Morgen,
Ich sehe wie das Leben an mir zerrt.

Und es gibt diese Stunden der Einsicht,
Mit unverhangenem Blick,
Wird mir klar am Ende des Tages,
Nehm’ ich ohnehin nichts davon mit.

Ich bin viel zu oft befangen von Ideen und Idolen,
Den Möglichkeiten jeder neuen Zeit,
Ist ein wager Plan geboren bleib ich rastlos bis zum Morgen,
Für alles was sich bietet stets bereit.

Ja, ich seh mich im Geiste schon traben,
In glanzloser Monotonie,
Dabei weiß ich genau,
Am Ende des Tages,
Hab ich genau so viel wie…
Prinzen und Kaiser,
Ruhmreiche Geister,
Bettler und Banker,
Alle sind gleich.

So führen alle Wege uns in sanftem Fall nach unten,
Egal wie viel du tust, wie viel du gibst,
Doch erinner’ dich an all die gewonnenen Stunden,
Wenn du dir erlaubst zu leben was du liebst.

Lass den Mut alle Sorgen verschwenden,
Entsage den Fängen der Zeit,
Denn Eines sollten wir immer bedenken,
Was heute noch bleibt,
Ist morgen vorbei,
Und bald schon Vergangenheit.

Posted by Miriam Green on Sonntag, 17. Juli 2016